Strahlende Augen – aber faule Zähne. Was ist bei Kinderkaries zu tun?

Strahlende Augen – aber faule Zähne. Was ist bei Kinderkaries zu tun?

Mangelnde Mundhygiene, zuckerhaltige Ernährung, falsches Zähneputzen: All das kann bereits im frühen Kindesalter zu Karies führen. Bereits nach dem Durchbrechen der ersten Milchzähne kann sich Karies bei Säuglingen und Kleinkindern ausbreiten. Nun könnten Eltern denken: Ist doch nicht so schlimm – die Milchzähne sind ja sowieso nur eine begrenzte Zeit im Mund und fallen dann aus. Wir sagen: Schäden an Milchzähnen sollten Sie auf keinen Fall ignorieren! Ein gesundes Milchgebiss ist die Grundlage für ein gesundes bleibendes Gebiss. Ein vorzeitiger Zahnverlust kann z.B. dazu führen, dass bleibende Zähne falsch durchbrechen und das Kauvermögen sowie die Entwicklung der Sprache beeinträchtigen. Es ist also schnelles Handeln gefragt.

Kind mit schlimmem Karies beim Kinderzahnarzt in Krefeld
© adobeStock/Stanislaw Mikulski

Ursachen für Karies bei Kindern

Wie bereits erwähnt, können unzureichende Mundhygiene in Verbindung mit zuckerhaltiger Ernährung Karies bei Kindern befördern. Das muss nicht unbedingt Zucker aus Süßigkeiten sein, sondern dieser kann sich auch in vielen anderen Lebensmitteln wie z.B. in Getränken oder Joghurt verstecken. Das Gefährliche am Zucker ist, dass er als Nahrungsgrundlage für Bakterien dient, die mit der Zeit einen festen Zahnbelag und Säuren bilden. Auf Dauer greift das den Zahnschmelz an und lässt Löcher entstehen, weshalb Zahnbeläge regelmäßig und gründlich entfernt werden sollten. Sie als Eltern sollten sich darüber aufklären lassen, wie richtiges Zähneputzen im Kindesalter funktioniert, um auch eng oder verschachtelt stehende Zähne von Essensresten zu befreien.

Symptome: Wie sieht Karies bei Milchzähnen aus?

Karies bei Kindern lässt sich bereits im Frühstadium erkennen und wird durch weiße oder bräunliche Flecken auf den Zähnen sichtbar. Dies sind erste Anzeichen für die Entkalkung der Milchzähne durch Mundbakterien. Der Zahnschmelz verliert eingelagerte Mineralien, die sich als weiße Kreideflecken an der Oberfläche der Zähne zeigen. Wird Karies in diesem frühen Stadium erkannt, kann sie mit einer intensiven Fluoridbehandlung gestoppt werden. Dabei wird Fluorid in Form von Lack auf die betroffenen Stellen im Milchzahngebiss aufgetragen, damit die Milchzähne keine neuen Mineralien bilden können. Hat sich bereits ein Loch gebildet, reicht diese Behandlung allerdings nicht mehr aus und die verfaulten Stellen müssen per Borer oder Laser entfernt werden. So kann sich die Kinderkaries nicht weiter ausbreiten.

Kind bei der Zahnkontrolle beim Kinderzahnarzt in Krefeld
© adobeStock/pressmaster

Prävention bei Kindern: Wie kann man Karies bei Kindern vorbeugen?

Wenn Eltern und ihre Kinder folgende Regeln einhalten, bleiben Zähne und Zahnfleisch gesund:

  • Zähne regelmäßig und richtig putzen: Bereits mit dem ersten Milchzahn sollte die tägliche Mundhygiene beginnen.
  • Speichel als Schutz: Speichel dient als natürliches Schutzsystem gegen Karies bei Kleinkindern. Doch er benötigt pro Tag etwa 16 Stunden Regenerationszeit: 12 Stunden im Schlaf und zusätzlich vier Stunden am Tag.
  • Naschen in Maßen: Die richtige Ernährung ist wichtig. Trotzdem müssen Kinder nicht auf Süßigkeiten verzichten. Dabei gilt: Lieber einmal am Tag naschen als immer wieder kleine Mengen Zucker essen und damit einen Nährboden für Mundbakterien schaffen!
  • Trinkfläschchen für Babys: Das Dauernuckeln am Trinkfläschchen birgt tatsächlich ein Kariesrisiko. Ist dieses mit gesüßtem Tee oder Saft gefüllt, gefährdet das erheblich die Zahngesundheit.
  • Zahnarztbesuche: Je früher, desto besser! Durch präventive Zahnarztbesuche sinkt das Risiko, dass Milchzähne von Karies befallen werden. Wir kümmern uns sorgfältig um die Mundhygiene von Kindern und stimmen alles auf die Bedürfnisse der kleinen Besucher ab.

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